Unser Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

Nicht alle Lebensmittel, die geerntet oder produziert werden, landen am Ende auf den Tellern eines Verbrauchers. Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel werfen wir Deutschen jedes Jahr in den Müll. Lebensmittelverluste treten in der gesamten Wertschöpfungskette auf: von der Landwirtschaft über den Handel bis in die Küche des Endverbrauchers. Ein großer Teil lässt sich jedoch vermeiden.

Wir bei ALDI SÜD setzen uns dafür ein, die Menge an Lebensmitteln, die weggeworfen werden, so gering wie möglich zu halten. Damit bekennen wir uns seit 2016 im Rahmen der Initiative „REFRESH“ zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen – den sogenannten Sustainable Development Goals, oder kurz SDG. Ziel 12.3 besagt, dass sich die Menge der weggeworfenen Lebensmittel im Handel und beim Verbraucher bis 2030 weltweit pro Kopf halbieren soll.

Unsere Maßnahmen gegen Lebensmittelverluste

Planung ist alles

In unseren Filialen achten wir ganz bewusst darauf, Lebensmittelverluste zu minimieren. Das gelingt uns durch eine genaue Planung und durch tägliche, von der aktuellen Nachfrage abhängige Bestellungen. So können wir vor allem bei frischen Produkten vermeiden, dass am Ende des Tages große Warenmengen übrigbleiben und möglicherweise entsorgt werden müssen.

Verluste vermeiden durch reduzierte Preise

In fast allen Warengruppen bieten wir Produkte, die kurz vor Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, zu einem günstigeren Preis an. Vor allem bei frischen Waren, wie Obst und Gemüse oder Frischfleisch, reduzieren wir die Preise der Produkte, wenn diese am Folgetag nicht mehr unserem Frischeanspruch gerecht werden würden.

Lebensmittel spenden

Lebensmittel, die noch ohne Einschränkungen zum Verzehr geeignet sind, aber nicht mehr verkauft werden können, spenden nahezu alle unsere Filialen an wohltätige Organisationen wie die Tafeln. Zudem arbeiten wir eng mit der Caritas und der Arbeiterwohlfahrt zusammen. So können die Lebensmittel sinnvoll weitergegeben werden, anstatt im Abfall zu landen.

Nicht mehr zum Verzehr geeignete Waren können wir als Futtermittel an Landwirte oder Tierheime weitergeben.

Kundenaktion „Reste retten“

Mit unserer Aktion „Reste retten“ haben wir unsere Kunden 2018 über das Thema Lebensmittelverwertung aufgeklärt. Hier haben wir unter anderem auf unserem Facebook-Kanal unsere Follower dazu aufgerufen, ihre Lebensmittelreste zu posten. Zwei Köche haben täglich einen Post ausgewählt und aus den Zutaten ein leckeres Gericht zubereitet, das die Zuschauer nachkochen konnten.

Das Fazit: Mit etwas Kreativität lassen sich aus Resten ganz einfach schmackhafte Speisen zubereiten. Ein zweiter Blick auf die eigenen Reste im Kühlschrank lohnt sich also immer. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Sie richtig mit Ihren Lebensmitteln umgehen und sie vor dem Verderb schützen können.

Verkauf von Produkten mit Schönheitsfehlern: „Krumme Dinger“

Viele Lebensmittel gelangen aufgrund ihres Aussehens gar nicht erst in ein Supermarktregal. Dabei schmeckt ein krumm geformter Apfel genauso gut wie ein perfektes Exemplar. Daher bieten wir auch Äpfel der Klasse II an, die nicht perfekt geformt, aber perfekt im Geschmack sind.

Riech mich! Probier mich!

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf Produkten zeigt, wie lange ein Artikel mindestens haltbar ist. Es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Stichtag zum Wegwerfen – das Produkt lässt sich auch darüber hinaus verzehren, solange es keine Hinweise auf einen Verderb gibt. Lediglich das Verbrauchsdatum für leicht verderbliche Waren wie Frischfleisch sollte eingehalten werden: Es kennzeichnet, bis wann ein Artikel ohne Gesundheitsgefahr verzehrt werden kann.

Bei unserer milfina Frischmilch haben wir die zusätzliche Kennzeichnung „Riech mich! Probier mich! Ich bin häufig länger gut“ eingeführt. Das Projekt ist in Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entstanden. Mittlerweile ist der Hinweis in all unseren Filialen auf unserer milfina Frischmilch sowie auf weiteren Molkereiprodukten zu finden. Der Hinweis soll dafür sensibilisieren, die Genusstauglichkeit eines Produktes zunächst selbst zu testen, bevor das Produkt entsorgt wird.

Hier erfahren Sie mehr dazu, wie Sie auch andere Lebensmittel vor der vorzeitigen Entsorgung bewahren.

Loses Obst und Gemüse

Viele Menschen wohnen alleine und führen einen Ein-Personen-Haushalt. Im Vergleich zu Familien benötigen sie innerhalb einer Woche deutlich weniger Lebensmittel. Große Verpackungen, vor allem bei frischen Waren wie Obst und Gemüse, sind häufig ein Problem: Die Lebensmittel können nicht immer rechtzeitig gegessen werden und müssen entsorgt werden.

Um unseren Kunden die Möglichkeit zu geben, individuelle und auch kleinere Mengen einzukaufen, führen wir seit 2016 loses Obst und Gemüse in unseren Filialen. Das Angebot weiten wir zunehmend aus. Damit können wir zugleich Verpackungen einsparen – erfahren Sie mehr über unsere Verpackungsmission.

Gebündelte Informationen zu Nachhaltigkeit

Hier auf unserem Nachhaltigkeitsportal für Kunden bieten wir Ihnen unter anderem vielfältige Informationen und Tipps zu einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln: Wie kann ich einkaufen, ohne nachher etwas wegwerfen zu müssen? Wie lagere ich welche Lebensmittel, damit sie länger frisch bleiben? Und wie friere ich überzählige Waren ein, ohne dass sie an Qualität verlieren? Zudem liefern wir interessierten Verbrauchern Anregungen, was sie selbst gegen Lebensmittelverschwendung tun können.

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