Engage­ment gegen Küken­töten

Als erster Lebensmittelhändler verpflichtet sich ALDI, schrittweise bis 2022 das gesamte Schaleneier-Sortiment umzustellen und damit das Kükentöten zu beenden.

Das Töten männlicher Küken innerhalb der Schaleneier-Produktion steht bereits seit vielen Jahren in der öffentlichen Kritik. Die Küken werden nach dem Schlüpfen getötet, da sie keine Eier legen können und sich auch nicht zur Mast eignen. Um diese Vorgehensweise abzuschaffen, suchen die Beteiligten nach Alternativen.

Auch für uns hat dieses Thema eine besondere Brisanz: Wir haben uns daher als erster Händler dazu entschieden, das Kükentöten abzuschaffen und ausschließlich Schaleneier ohne Kükentöten anzubieten. Dabei setzen wir auf innovative technische Verfahren zur frühzeitigen Geschlechtsbestimmung. Sie machen es möglich, das Geschlecht in den ersten Bruttagen im Ei zu bestimmen. Männliche Bruteier werden dann nicht mehr ausgebrütet.

Ohne Kuekentoeten

Bis 2022 ausschließlich Eier ohne Kükentöten

Die Umstellung betrifft unser gesamtes Sortiment an Schaleneiern. Bis spätestens 2022 sollen bei der Produktion unserer Boden-, Freiland- und Bio-Eier keine männlichen Küken mehr sterben. Mit dieser Maßnahme möchten wir auch Lieferanten und die Forschung ermutigen, nach neuen Lösungen und innovativen Technologien zu suchen, um das Kükentöten in Deutschland gänzlich abzuschaffen. Die ersten Eier ohne Kükentöten, die wir mit einem Hinweis kennzeichnen werden, sollen ab Ende 2020 in unseren Filialen erhältlich sein.

Warum werden Küken überhaupt getötet?

Im Gegensatz zu Hennen haben Hähne in der Schaleneier-Produktion keine besondere Relevanz, da sie keine Eier legen. Hähne setzen kaum Fleisch an und benötigen deutlich mehr Zeit, bis sie die Größe eines Huhns erreichen, sodass sie auch für die Mast ungeeignet sind. Aus diesem Grund werden männlichen Küken nach dem Schlüpfen nicht aufgezogen. Allein in Deutschland werden laut Bundeslandwirtschaftsministerium jährlich mehr als 45 Millionen männliche Küken getötet. Diese Vorgehensweise wollen wir nicht länger unterstützen und durch geeignete Alternativen abschaffen.

Wie setzt sich ALDI gegen das Kükentöten ein?

Wir setzen uns für das Tierwohl ein und wollen die Tötung der männlichen Küken nach dem Schlüpfen abschaffen. Dafür werden wir technische Verfahren anwenden, mit denen das Geschlecht in den ersten Bruttagen im Ei ermittelt werden kann. Eier, aus denen männliche Küken entstehen würden, werden dann nicht mehr ausgebrütet. Wir setzen uns das Ziel, bis 2022 deutschlandweit die gesamte Lieferkette für unsere Schaleneier umzustellen.

Wie funktionieren die Verfahren zur Geschlechtsbestimmung?

Zur Abschaffung des Kükentötens stehen wir in Kontakt mit langjährigen Partnern und Verfahrensentwicklern, die frühzeitige Geschlechtsbestimmungen in Bruteiern vornehmen – wie beispielsweise das Biotech-Unternehmen PLANTON. Mithilfe des einzigartigen genanalytischen Verfahrens kann am neunten Bruttag durch ein winziges Loch im Ei das Geschlecht bestimmt werden.

Die Entwickler arbeiten mit Hochdruck daran, die Technologie weiterzuentwickeln, sodass sie auch andere Marktteilnehmer für sich nutzen können und das Kükentöten gänzlich abgeschafft werden kann.

Die nachfolgende Grafik stellt den Prozess zur Geschlechtsbestimmung dar:

Geschlechtsbestimmung Brutei

Was passiert mit den männlichen Bruteiern?

Die männlichen Bruteier werden dank des genanalytischen Verfahrens noch vor dem Schlüpfen ermittelt und aussortiert. Sie werden vor allem zu hochwertigem Tierfutter verarbeitet. Sie erhalten so einen wirtschaftlichen Mehrwert und können sinnvoll für die Produktion von Futtermitteln genutzt werden.

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