Vitamine, Mineral­stoffe und Co. – das ist gut für Ihr Kind

Kinder befinden sich noch im Wachstum und benötigen Nährstoffe, damit sich ihr Körper optimal entwickeln kann. Die gute Nachricht: Wenn Sie darauf achten, dass Ihre Kinder sich gut und abwechslungsreich ernähren, können Sie ihren Nährstoffbedarf über die normale Ernährung decken.

Kohlenhydrate

Kinder sind ständig in Bewegung und haben scheinbar unbegrenzt Energie. Um ihren Energiespeicher wieder aufzufüllen, benötigen sie unter anderem auch Kohlenhydrate. Gerade während eines Wachstumsschubs haben Eltern oft den Eindruck, dass ihr Kind pausenlos isst und trotzdem ständig hungrig ist.

Lebensmittel wie Vollkornprodukte können sehr gut gegessen werden, um wertvolle Kohlenhydrate zu erhalten. Sie haben einen besonders langanhaltenden Sättigungseffekt. Produkte, die bespielsweise aus Weißmehl bestehen oder sehr viel Zucker enthalten, wie Brötchen und Pizza, eignen sich hingegen nicht zum täglichen Verzehr.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Für das Wachstum sind Mineralien und Spurenelemente sehr wichtig. Sie finden sich in vielen Lebensmitteln und erfüllen unterschiedliche Funktionen:

Calcium (enthalten z. B. in Milchprodukten) hilft beim Aufbau von Knochen und Zähnen.

Eisen (zu finden z. B. in Vollkornprodukten und Fleisch) spielt beim Sauerstofftransport und bei der Blutbildung eine wichtige Rolle.

Zink (enthalten in Getreide, Hülsenfrüchten und Milchprodukten) stärkt das Immunsystem, die Haut und das Bindegewebe.

Vitamine

Kinder benötigen mehr Vitamine als Erwachsene, da sie im Wachstum sind und ihr ganzer Stoffwechsel darauf ausgelegt ist, dass der Körper sich noch entwickelt und wächst. Der Vitaminbedarf lässt sich jedoch sehr gut über eine bewusste Ernährung abdecken.

Vitamin A ist wichtig für den Zellaufbau und gut für die Augen, Haut und Schleimhäute. Es findet sich zum Beispiel in Orangen, Karotten, Spinat und Broccoli.

Vitamin B beschreibt eine ganze Gruppe von Vitaminen. Sie sind wichtig für den Stoffwechsel, die Blutbildung oder das Nervensystem. Nahezu alle B-Vitamine finden sich in Getreide, B1 in Kartoffeln und Gemüse, B6 sowie B12 in Milchprodukten und Hülsenfrüchten.

Vitamin C stärkt unter anderem das Immunsystem und hilft, Botenstoffe und Hormone zu bilden. Es kommt beispielsweise in Zitrusfrüchten, Paprika und Tomaten vor.

Vitamin D ist das Sonnenvitamin: Der Körper kann es in der Sonne selbst produzieren, „an der frischen Luft spielen“ macht also durchaus Sinn.

Vitamin E fördert die Blutbildung und hat eine antioxidative Wirkung. Es findet sich vor allem in Pflanzenölen.

Eiweiß

Eiweiß ist vor allem in tierischen Produkten (Fleisch, Fisch, Milchprodukte), aber auch in Hülsenfrüchten und Getreide enthalten. Es ist für den Aufbau von Zellen, Muskeln, Enzymen, Hormonen und Antikörpern wichtig. Falls Ihr Kind kein Fleisch isst, sollten Sie besonders darauf achten, dass es andere Eiweißquellen zu sich nimmt.

Ballaststoffe

Ballaststoffe finden Sie beispielsweise in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und verschiedenen Gemüsearten. Sie sind gut für die Verdauung und machen lange satt – gerade bei Kindern im Wachstum, die fast immer hungrig sind, bilden sie einen wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Fette

Auch wenn Fette einen schlechten Ruf haben: Wir brauchen sie, damit unser Körper funktioniert. Gerade Kinder benötigen sie als Energielieferanten für das Wachstum und ihre Entwicklung. Viele Vitamine sind „fettlöslich“, das heißt, der Körper kann sie nur aufnehmen, wenn er zusätzlich Fette erhält. Man unterscheidet zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten: Besonders wertvoll sind mehrfach ungesättigte Fette, wie sie in hochwertigen Pflanzenölen, Fisch und Nüssen vorkommen. Aber auch gesättigte Fettsäuren (zu finden in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Milchprodukten, Fleisch- und Wurstwaren) sind in geringen Mengen Teil einer ausgewogenen Kinderernährung.

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